Biography / Lebenslauf

Karl-Heinz Marquardt

Karl-Heinz Marquardt in ca. 1955 and in 2013

( zur deutschen Fassung)

Karl Heinz Marquardt was born on 9th November 1927 in Hamburg. He inherited his enthusiasm for all things nautical from his father Karl Marquardt (28th March 1896-26th March 1972), a Mariner, Ship modeller and Marine Artist. Serving during the 2nd World War in the German Navy; Karl Heinz was captured in April 1945 by the U.S. Army and interned in P.O.W. camps in Germany, France and Belgium. The years of 1946 and 1947 found him on a minesweeper of the German Mine Sweeping Administration clearing mines in the North and Baltic Sea.

After returning to civilian life 1948 began he with serious historic ship modelling and his ‘break through’ came after selling in 1949 his reconstruction model of a ‘Keulsche Aak”, a Lower Rhine ship from 1530, to the Rheinische Museum at Cologne (Germany). This opened the door to restoration work and soon after to creating new museum exhibits. He became 1950 a member of the Artist Society of Lower Saxony and created models of historic Rhine River vessels for the Rhein Museum at Coblenz (Germany) and for the Swiss Travelling Exhibition ‘Rhine and Sea Shipping” at Basle (Switzerland). In 1952 the Sjøforsvaretsmuseet (Royal Norwegian Navy Museum) Horten (Norway) ordered the first of a series of models of their historic naval ships. In 1953/54 he restored at Castle Eutin (Germany) two badly damaged 200 year old Russian Man of War from the Collection of H.R.H the Heir Grand Duke of Oldenburg.

Further stations in his professional life were restorations and creation of new exhibits for the Deutsches Museum at Munich, the Morgensternmuseum at Bremerhaven, the Traffic, now named: Deutsches Technik Museum at Berlin, besides work for several other institutions. By 1960 he added the field of modern exhibition models for three German and a Finnish shipyard and created in the following years 12 models. Publishing ship modelling plans and writing for a German modelling magazine supplemented after 1957 his modelling work, which included a series of eight ship modelling kits for J. Graupner, Kirchheim/Teck (Germany).

The actual settling in Australia 1966 was different to what has been promised beforehand and Karl Heinz Marquardt had to look for a new line of work. He did this as Design Modeller in Australia’s largest Car manufacturer’s Design Staff and advanced four years later to Chief Design Modeller. His main interest returned to maritime history after leaving the company by end of 1982. Extensive research into 18th century rigging in these years before culminated in writing and preparing drawings of these outcomes for marketing. Written in his native German, this first book was published 1986 separately in East and West Germany, 1989 translated into Russian and rewritten and largely extended in English by the author and published 1992. It is recognised as the international standard work on Eighteenth-century Rigs & Rigging.

Times spend since 1983 as Hon. Curator for Paintings and Ship models on the Melbourne Maritime Museum resulted in a number of oil paintings and watercolours. As one founding member of the ‘ENTERPRIZE Committee’ he designed the construction plans for ENTERPRIZE replica, the schooner that brought the first people to the place which is now called ‘Melbourne’. Further achievements of that period were the designs of maritime themes on two Australian bank notes and the plans of an early Australian warship for the Australian War Memorial at Canberra (Australia).

His second book was published in 1989 and several others followed including contributions to three others and many articles in German and English in nautical journals of Australia, United States, Britain and Germany. Those end-century years saw also R&D of two British special ships,

HMS BEAGLE and HMS CHALLENGER and their model construction for the Deutsches Schiffahrtsmuseum (German National Maritime Museum) at Bremerhaven (Germany) as well as two other models for the History Museum at the same city.

Karl Heinz was invited during the outgoing years to become a founding member of the Australian Society of Marine Artists and was later elected a Fellow of that Society. He is also a member of several international marine historical societies and an honorary member of the Russian Guild of Ship Modellers.

Even in his advanced age the artist has not laid his ‘tools of trade’ aside and is still writing articles on maritime subjects for his readers. This website provides an in-depth view and shall be recognition of his life’s work.

 


Lebenslauf

Karl Heinz Marquardt wurde am 9. November 1927 in Hamburg geboren. Seinen Enthusiasmus für alles Maritime ererbte er von seinem Vater Karl Marquardt (28. März 1896 – 26. März 1972), einem Seemann, Schiffsmodellbauer und Marinemaler. Karl Heinz diente während des 2. Weltkrieges in der Kriegsmarine, wurde im April 1945 von der U.S. Army gefangen genommen, und war in Kriegsgefangenenlagern in Deutschland, Frankreich und Belgien untergebracht. Die Jahre 1946/47 fanden ihn auf einem Minensuchboot der GM/SA (German Mine Sweeping Administration) Seeminen in der Nord- und Ostsee räumend.

1948 ins Zivilleben zurückkehrend lebte er noch für nahezu 2 Jahre auf einem Rheinschiff; eine Zeit in der er begann, sich mit dem seriösen historischen Schiffsmodellbau auseinanderzusetzen. Sein „Durchbruch“ kam 1949 mit dem Verkauf seiner Rekonstruktion einer „Keulschen Aak“, einem Niederrheinschiff um 1530, an das Rheinische Museum in Köln. Dies öffnete die Tür für Restaurierungen und bald darauf für die Schöpfung neuer Ausstellungsstücke für Museen. Im darauf folgenden Jahr 1950 wurde er Mitglied des Niedersächsischen Verbandes Bildender Künstler. Er schuf Modelle historischer Rheinschiffe für das Rhein-Museum Koblenz und für die Schweizerische Wanderausstellung „Rhein- und Seeschiffahrt“ in Basel (Schweiz). 1952 bestellte das Sjøforsvaretsmuseet (Königlich Norwegisches Marine Museum) in Horten (Norwegen) das erste einer Serie von acht Modellen ihrer historischen Krieggschiffe; während er den größeren Teil von 1953/54 im Schloß Eutin verbrachte, um zwei stark beschädigte zweihundert Jahre alte russische Kriegsschiffe der Sammlung S.k.H. des Erbgroßherzogs von Oldenburg zu restaurieren.

Weitere Stationen seines professionellen Lebens waren Restaurierungen und die Schöpfung neuer asiatischer, historischer und technischer Modelle für das Deutsche Museum in München, für das Morgensternmuseum in Bremerhaven, für das Verkehrsmuseum (nun Deutsches Technikmuseum) in Berlin nebst Arbeiten verschiedener Art für eine Reihe anderer Institutionen. Zu diesen kam 1960 als neues Feld der Bau von „Werftmodellen“, wobei bis 1966 zwölf moderne Handelsschiffsmodelle für drei deutsche und eine finnische Schiffswerft geschaffen wurden. Ergänzend dazu kam seit 1957 das Zeichnen von Schiffsmodellbauplänen, inklusive der Gestaltung einer Serie von acht Schiffsmodellbaukästen für J. Graupner, Kirchheim/Teck und das Schreiben verschiedener Artikel für ein deutsches Modellbaumagazin.

Ein vorheriges Arbeitsversprechen auf dem Museumssektor in Australien 1966 entsprach nach der Ankunft absolut nicht der Wirklichkeit und Karl Heinz Marquardt musste sich nach einer unterschiedlichen Arbeit umsehen. Er begann als Modelleur im Design Studio des größten australischen Autoherstellers und erhielt vier Jahre später die Chef-Design Modelleur Position. Nach dem Verlassen der Firma zum Ende 1982 kehrte er zu der maritimen Geschichte, seinem Hauptinteresse zurück. Seine weitgehende Forschung der vorhergegangenen Jahre in die Takelung von Schiffen des 18. Jahrhunderts kulminierte nun in eine druckreife Bearbeitung dieses in Schrift und Zeichnungen zusammengefassten Materials. Das daraus entstandene Buch wurde 1986 in seiner Muttersprache separat in Ost- und Westdeutschland herausgegeben. Eine russische Übersetzung erschien 1989 und nachdem der Autor diese erheblich erweitert ins englische übersetzte wurde es 1992 in England und den Vereinigten Staaten herausgegeben und ist nun anerkannt als das internationale Standardwerk über die Bemastung und Takelung von Schiffen des 18. Jahrhunderts.

Die Zeit nach 1983 wals Ehrenamtlicher Kurator für Gemälde und Schiffsmodelle am Melbourne Maritime Museum resultierte in der Schaffung einiger Gemälde und Aquarelle. Er entwarf als eines der wenigen Gründungsmitglieder des ENTERPRIZE Komitees auch die Konstruktionspläne der ENTERPRIZE Replik, des Schoners der die ersten Siedler zu dem Platz brachte den wir heute Melbourne nennen. Zu den anderen in dieser Periode geschaffenen Arbeiten gehören die maritimen Designs für zwei australischen Banknoten und die Pläne eines frühen australischen Kriegsschiffes für das Australische War Memorial in Canberra (Australien).

Sein zweites Buch wurde in 1989 veröffentlicht und weitere folgten. Außerdem beteiligte er sich an drei andere Bücher und schrieb viele Artikel in deutsch und englisch für nautische Journale in Australien, Vereinigte Staaten , England und Deutschland. Dieses letzte Jahrzehnt des Jahrhunderts sah auch noch Forschungs- und Entwicklungsprojekte an den Britischen Spezialschiffen H.M.S. BEAGLE und H.M.S. CHALLENGER und deren Modellkonstruktion für das Deutsche Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven und zwei weitere Modelle für das Historische Museum der gleichen Stadt.

Während dieser ausgehenden Jahre wurde Karl Heinz eines der Gründungsmitglieder der neuen Australian Society of Marine Artists (ASMA) und wurde später zum Fellow dieser Society gewählt. Er gehört auch verschiedenen internationalen marine-historischen Gemeinschaften an und wurde ein Ehrenmitglied der Russischen Schiffsmodellbauer Gilde.

Selbst in seinem vorgeschrittenen Alter hat der Künstler noch nicht sein Werkzeug aus die Hand gelegt und schreibt immer noch maritime Artikel für seine Leser. Diese Website gibt uns einen tiefen Einblick und soll eine Anerkennung seiner Lebensarbeit sein.